William Ruto gewinnt Präsidentschaftswahlen in Kenia | DW

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Nach Angaben der Wahlkommission erhielt William Ruto, der zuletzt das Amt des Vizepräsidenten innehatte, 50,5 Prozent der Stimmen. Der langjährige Oppositionsführer und ehemalige Premierminister Raila Odinga kommt nach offiziellen Angaben auf 48,9 Prozent.

Angesichts des knappen Ergebnisses kam Kritik auf. Der Vizechef der Wahlkommission sprach von einem “undurchsichtigen Ergebnis”. Ähnlich äußerten sich drei weitere Mitglieder des Gremiums. Sie erklärten, das Ergebnis der Wahl, die vor einer Woche stattgefunden hatte, werde von ihnen nicht anerkannt. Der stellvertretende Vorsitzende empfahl den Parteien, das Wahlergebnis vor Gericht prüfen zu lassen.

Gewaltsame Proteste

Daraufhin brachen Tumulte im Wahlzentrum aus. Diplomaten und internationale Beobachter wurden aus dem Gebäude, in dem die Stimmen ausgezählt wurden, hinausgeworfen.

In der Stadt Kisumu und wie hier in Nairobi kam es nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses zu Protesten

Aus der Stadt Kisumu, die als Hochburg von Odinga gilt, sowie aus Teilen der Hauptstadt Nairobi werden gewaltsame Proteste gemeldet. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Demonstranten vor.

Kenyatta durfte nicht mehr antreten

Der 55-jährige Ruto und der 77-jährige Odinga hatten sich um die Nachfolge von Präsident Uhuru Kenyatta beworben, der nach zwei Legislaturperioden nicht wieder antreten darf. Das bei Touristen beliebte Safariland gilt mit seinen rund 54 Millionen Einwohnern als eines der stabilsten Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Bei vergangenen Wahlen kam es jedoch zu Unruhen und Gewalt.

Oppositionsführer Raila Odinga liegt nur knapp zwei Prozentpunkte hinter Ruto

Im Jahr 2008 starben mehr als 1000 Menschen aufgrund einer Gewaltwelle im Anschluss an die Abstimmung. Auch in den Jahren 2013 und 2017 gab es gewalttätige Zwischenfälle. Grund waren vor allem Spannungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen.

Schon vor der Wahl war klar gewesen, dass es auf ein Duell zwischen Ruto und Odinga hinauslaufen würde. Während des Wahlkampfes hatten die beiden Rivalen versprochen, das Ergebnis einer freien und transparenten Abstimmung zu respektieren und eventuelle Zweifel vor Gericht zu bringen und nicht gewaltsam auf der Straße austragen zu lassen.

“Kein Platz für Rache”

Ruto kündigte nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses an, mit “allen” Spitzenpolitikern zusammenzuarbeiten. “Für Rache gibt es keinen Platz”, sagte Ruto und fügte hinzu: “Ich bin mir sehr bewusst, dass unser Land an einem Punkt ist, an dem wir alle Mann an Deck brauchen.”

Sollte Odinga tatsächlich vor Gericht ziehen, würde es noch viele Wochen dauern, bis der Nachfolger von Präsident Uhuru Kenyatta sein Amt antritt.

haz/fab (rtr, afp)

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