Lufthansa steht vor zweitem Streik | DW

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Die Piloten der Lufthansa haben eine zweite Streikwelle bei der Airline beschlossen. Das Unternehmen könne den ab Mittwoch geplanten mehrtägigen Ausstand noch mit einem “ernstzunehmenden” Angebot” abwenden, teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) in der Nacht in Frankfurt mit. Dazu sei für den Dienstag ein weiterer Verhandlungstermin angeboten worden, der “dem Vernehmen nach” auch stattfinden werde.

Die Piloten hatten bereits am vergangenen Freitag den kompletten Betrieb der Lufthansa-Kerngesellschaft lahmgelegt. Dem neuerlichen Streikaufruf zufolge sollen die Abflüge der Lufthansa-Passagiermaschinen aus Deutschland am Mittwoch und Donnerstag bestreikt werden. Bei der Frachttochter Lufthansa Cargo ist der Streik von Mittwoch bis Freitag geplant. 

800 Flugausfälle bei letztem Streik 

Aus rechtlichen Gründen kann die VC nur Arbeitnehmer in Deutschland zum Arbeitskampf aufrufen. Bestreikt werden daher ausschließlich die Abflüge der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie der Lufthansa Cargo von deutschen Flughäfen. Die Tochtergesellschaften Eurowings, Lufthansa Cityline und Eurowings Discover sind von dem Arbeitskampf nicht betroffen. Gleiches gilt für ausländische Lufthansa-Töchter wie Swiss, Austrian, Brussels oder Air Dolomiti. Letztere ist insbesondere am Flughafen München präsent.

Lange Schlangen und ratlose Fluggäste am Frankfurter Flughafen am vergangenen Freitag

Bei der ersten Streikwelle am vergangenen Freitag hatte die Lufthansa das gesamte Programm ihrer Kern-Airline abgesagt. Mehr als 800 Flüge mit rund 130.000 betroffenen Passagieren fielen aus, das Unternehmen erlitt nach eigener Aussage einen wirtschaftlichen Schaden von 32 Millionen Euro.

Auch Spitzenverdiener sollen mehr bekommen

Die VC fordert rückwirkend ab 1. Juli 5,5 Prozent mehr Geld für die Piloten. Im Januar soll eine weitere Anhebung angesichts der stark gestiegenen Inflation um 8,2 Prozent folgen, wie aus Gerichtsunterlagen hervorging. Die Piloten wollen auch eine höhere Bezahlung bei Krankheit, Urlaub und Schulungen durchsetzen. Die Lufthansa veröffentlichte in Reaktion auf den Streik die Liste von 16 Forderungen der VC. Die Personalkosten im Cockpit würden damit um 40 Prozent oder rund 900 Millionen Euro über die nächsten zwei Jahre steigen, erklärte die Airline. 

Die Lufthansa bezifferte ihr Angebot bei 18 Monaten Laufzeit auf 900 Euro mehr Grundvergütung pro Monat. Die Einstiegsgehälter stiegen dabei um mehr als 18 Prozent, die oberste Gehaltsgruppe bekäme fünf Prozent mehr. Die Spanne der Pilotengehälter reicht derzeit von 69.000 Euro im Jahr für den Nachwuchs bis zu 275.000 Euro Spitzengehalt. 

Erst im Juli hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik des Bodenpersonals den Flugbetrieb der größten deutschen Airline für einen ganzen Tag nahezu lahmgelegt. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will im Herbst für ihre Mitglieder verhandeln. Sie erklärte sich “ausdrücklich und uneingeschränkt solidarisch” mit dem Streik der Piloten.

bri/qu (dpa,rtr)

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