Baerbock: Menschen in Afghanistan “nicht im Stich lassen” | DW

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Die deutsche Außenministerin beklagte, die Taliban-Herrschaft liege “wie ein dunkler Schleier über Afghanistan”. Viele Menschen dort hätten “nicht genug zu essen, leben in täglicher Furcht vor Verfolgung und werden in ihren Grundrechten beschnitten”.

Leben wie im Gefängnis

Für Frauen und Mädchen bedeute die Taliban-Herrschaft “ein Leben wie im Gefängnis”, kritisierte Annalena Baerbock weiter. Dass sie keinen uneingeschränkten Zugang zu Bildung hätten und sich ohne männliche Verwandte nicht frei bewegen könnten, sei “kaum zu ertragen, aber in Afghanistan für viele bittere Realität”.

Der 20-jährige internationale Einsatz in Afghanistan, der vergangenes Jahr im Sommer zu Ende gegangen war, habe den Menschen dort “die Chance auf ein Leben in Freiheit” geben sollen, hob Baerbock hervor. Unzählige Deutsche hätten sich “unter großem persönlichen Risiko” in Afghanistan engagiert. 59 Bundeswehrsoldaten sowie mehrere deutsche Polizisten und Mitarbeiter der Entwicklungszusammenarbeit hätten ihr Leben verloren.

“Wir werden diese Menschen nicht im Stich lassen”

“Was bleibt, ist die Hoffnung, dass dieses Engagement nicht umsonst war”, fügte die Ministerin hinzu. Die internationale Gemeinschaft habe eine “Verantwortung für die afghanische Zivilgesellschaft und all diejenigen, die für Menschenrechte und demokratische Werte in Afghanistan einstehen”. “Wir werden diese Menschen nicht im Stich lassen”, versicherte Baerbock.

Deutschlandhabe bereits viele Schutzbedürftige aus Afghanistan in Sicherheit gebracht und arbeite “mit Hochdruck daran, weiteren Menschen die Ausreise zu ermöglichen”, erklärte die Ministerin. Sie dankte allen, “die bei der Evakuierung von deutschen Staatsbürgern und Ortskräften im vergangenen August mit Herzblut im Einsatz” gewesen seien.

Dramatische Evakuierungsaktion

Die Taliban hatten Kabul am 15. August 2021 erobert. In einer Evakuierungsaktion flogen die Bundeswehr und die Luftwaffen befreundeter Länder in den darauffolgenden Wochen einen Teil der deutschen Ortskräfte aus.

Weitere Betroffene konnten in den folgenden Monaten auf anderen Wegen außer Landes gebracht werden. Viele weitere Ortskräfte sind dagegen bis heute in Afghanistan, weil die Taliban ihre Ausreise blockieren oder weil sie von der Bundesregierung bislang nicht als Einreiseberechtigte angesehen werden.

haz/qu (afp, dpa)

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